Ihde Dental Zahnimplantate

Ihde Dental ist ein Schweizer 🇨🇭 Hersteller von Zahnimplantaten für die basale Implantologie, die strategische Implantologie und die Sofortbelastung in der Rehabilitation. Das Implantatsortiment umfasst mehrere einteilige Implantatsysteme, die für unterschiedliche Knochenverhältnisse und verschiedene Verankerungsstrategien designt wurden.

Diese Seite gibt einen Überblick über drei Ihde Dental-Implantatserien, die in der fortgeschrittenen Implantatbehandlung häufig verwendet werden:

  • BCS-Implantate, die hauptsächlich für die kortikale Verankerung verwendet werden
  • KOS ROOT-Implantate, die hauptsächlich für die Kompression des spongiösen Knochens verwendet werden
  • TPG Uno-Implantate, die verwendet werden, wenn sowohl eine Kompression der Spongiosa als auch eine kortikale Verankerung möglich ist

Jeder Implantattyp hat spezifische Eigenschaften. Jedes Implantat wird nach der Anatomie des Patienten, der Qualität des Knochens, der geplanten prothetischen Restauration und der erforderlichen Primärstabilität für die Sofortbelastung ausgewählt.

Die Vorteile von Ihde Dental-Implantaten

Viele konventionelle Implantatsysteme hängen hauptsächlich von der Höhe, Breite und Qualität des Alveolarknochens ab. Bei Patienten mit starkem Knochenschwund führt dies häufig zu Empfehlungen für Knochentransplantationen, Sinuslift-Verfahren oder verzögerte Belastungsprotokolle.

Mit den Ihde Dental-Implantaten lassen sich Knochentransplantationen und Sinuslift-Verfahren vermeiden. Sie sind so designt, dass der Implantologe die spongiösen und kortikalen Knochenstrukturen nutzen kann, die oft auch dann noch vorhanden sind, wenn der Alveolarkamm resorbiert ist.

Das klinische Ziel besteht darin, zum Zeitpunkt der Implantatinsertion eine hohe Primärstabilität zu erreichen. Wenn die Primärstabilität, die Implantatverteilung und die prothetische Schienung geeignet sind, können die Implantate in einem Protokoll mit Sofortbelastung verwendet werden, bei dem die festsitzende Brücke innerhalb weniger Tage und nicht erst nach mehreren Monaten eingesetzt wird.

Die Ihde Dental-Implantatreihe

BCS-Implantate

BCS-Implantate sind einteilige Implantate mit Sofortbelastung, die hauptsächlich für die kortikale Verankerung designt wurden. Sie werden verwendet, wenn das Implantat in dichtem kortikalem Knochen verankert werden muss und nicht nur auf Spongiosa angewiesen ist.

Sie sind besonders wichtig bei:

  • Schwere Knochenatrophie
  • Dünne Kämme
  • Posteriorer Oberkiefer mit begrenzter Spongiosa
  • Tubero-pterygoide Verankerung
  • Vollständige Zahnrestaurationen mit Sofortbelastung
  • Segmentale Brücken und zirkuläre Brücken
  • Fälle, in denen trotz alveolärem Knochenschwund stabiler kortikaler Knochen erhalten bleibt

BCS-Implantate sind in einem breiten Abmessungsspektrum erhältlich. Das System umfasst kleine Abutment-Kopf-Implantate, große Abutment-Kopf-Implantate und BCS MU-Implantate für verschraubte, mehrgliedrige Prothetik.

Die kleinsten BCS-Implantate, wie z.B. 2,7 mm und 3,0 mm Durchmesser, werden in der Regel als zusätzliche Stützen verwendet. Breitere Versionen werden dort eingesetzt, wo die Anatomie einen größeren Kortikaliskontakt und eine stärkere prothetische Stütze erlaubt.

KOS ROOT-Implantate

KOS ROOT-Implantate sind einteilige Kompressionsschraubenimplantate. Ihre Hauptverankerungsstrategie ist die Komprimierung des spongiösen Knochens.

Sie sind nützlich, wenn spongiöser Knochen vorhanden ist und während der Insertion um den Implantatkörper herum komprimiert werden kann. Durch diese Komprimierung wird unmittelbar nach dem Einsetzen mechanische Stabilität erreicht.

KOS ROOT-Implantate können verwendet werden für:

  • Feste Brücken
  • vollständige Zahnrestaurationen
  • Steg-gestützte Restaurationen
  • Schmale Kieferkämme
  • Spongiosazonen im Ober- und Unterkiefer
  • Sofortbelastung, wenn die Primärstabilität ausreichend ist

Das KOS ROOT Sortiment umfasst Durchmesser von 3,0 mm bis 5,5 mm und Längen von 6 mm bis 20 mm. Kleinere Durchmesser, insbesondere 3,0 mm und 3,5 mm, sind sinnvoll, wenn die horizontale Knochenbreite begrenzt ist.

In ausgewählten Bereichen können KOS ROOT-Implantate auch eine zusätzliche kortikale Verankerung an der Spitze erhalten. Dies ist besonders nützlich, wenn das Implantat die Spongiosa komprimieren und gleichzeitig eine zweite stabile kortikale Struktur erreichen kann, wie z. B. die Nasenbodenkortikalis oder die mylohyoidea.

TPG Uno-Implantate

TPG Uno Implantate sind einteilige Sofortbelastungsimplantate, die für verblockte festsitzende prothetische Restaurationen, wie z. B. zirkuläre Brücken und Brückensegmente, designt wurden.

Ihre Verankerungsstrategie kombiniert:

  • Crestales kortikales Engagement
  • Komprimierung der apikalen Spongiosa
  • Kortikale Fixierung, sofern vorhanden

TPG Uno Implantate sind nicht für die isolierte Einzelzahnrekonstruktion vorgesehen. Sie werden als Teil eines verblockten prothetischen Systems verwendet, bei dem mehrere Implantate zusammenwirken, um die Brücke zu stützen und die Kaukräfte zu verteilen.

Das TPG Uno Sortiment umfasst:

  • 3,5 mm Durchmesser, mit Längen von 12 mm bis 29 mm
  • 4,1 mm Durchmesser, mit Längen von 12 mm bis 23 mm
  • TPG Uno SH-Varianten in ausgewählten Abmessungen

TPG Uno ist besonders nützlich, wenn der Implantologe sowohl spongiösen als auch kortikalen Knochen in der gleichen Zone verwenden kann. Der Implantatkörper komprimiert die Spongiosa, während der apikale Teil für zusätzliche Stabilität in kortikale Strukturen eingreifen kann.

Wahl des Implantats bei unterschiedlichen Knochenverhältnissen

In der fortgeschrittenen Implantologie wird das richtige Implantat entsprechend dem Knochenangebot in den einzelnen Kieferzonen ausgewählt.

Für harten kortikalen Knochen

Wenn die Spongiosa weitgehend resorbiert ist und nur noch dichter kortikaler Knochen vorhanden ist, können BCS-Implantate gewählt werden. Ihre Aufgabe ist es, in stabile kortikale Strukturen einzugreifen und eine mechanische Verankerung für die sofortige Schienung zu bieten.

Typische Beispiele sind der posteriore Oberkiefer, der tubero-pterygoide Bereich und andere strategische kortikale Verankerungszonen.

Für Spongiosa

Wenn spongiöser Knochen vorhanden ist, können KOS ROOT-Implantate gewählt werden. Ihr Kompressionsgewinde komprimiert den umgebenden Knochen und schafft Primärstabilität.

Dies ist bei schmalen Kieferkämmen, anterioren Kieferzonen und in Bereichen, in denen die Knochenhöhe vorhanden, die Breite aber begrenzt ist, sinnvoll.

Für spongiösen und kortikalen Knochen

Wenn sowohl spongiöser als auch kortikaler Knochen vorhanden ist, können TPG Uno Implantate gewählt werden. Sie sind so konzipiert, dass sie die Spongiosa komprimieren und durch ihr Gewindedesign auch den kortikalen Knochen einbeziehen.

Dies macht TPG Uno in Bereichen nützlich, in denen das Implantat von mehr als einer Art von mechanischer Stabilität profitieren kann.

Die Sofortbelastung von festsitzenden Brücken

BCS, KOS ROOT und TPG Uno werden alle in Behandlungskonzepten mit Sofortbelastung verwendet, wenn die klinischen Bedingungen dies zulassen.

Die Sofortbelastung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Sorgfältige Diagnose und Planung
  • Korrekte Implantatauswahl für jede Knochenzone
  • Hohe Primärstabilität bei der Insertion
  • Ausreichende Anzahl und Verteilung der Implantate
  • Starre Verblockung der Implantate
  • Kontrollierte Okklusion
  • Ein prothetisches Design, das die Kräfte sicher verteilt
  • Ein Implantologe, der in dem jeweiligen Implantatsystem und Protokoll geschult ist

Sofortbelastung bedeutet nicht, dass jeder Fall auf die gleiche Weise behandelt werden kann. Die Entscheidung hängt von der Anatomie des Patienten, seinem Biss, seiner Knochendichte, seinem Gesundheitszustand und seinen prothetischen Anforderungen ab.

Klinische Fallstudie: Dr. Genchevs Einsatz von Ihde Dental-Implantaten bei schwerer Knochenatrophie

Eine klinische Fallstudie von Dr. Genchev veranschaulicht, wie die drei Ihde Dental-Implantatsysteme in einer vollständigen Restauration kombiniert werden können. Er schloss die komplette Zahnsanierung eines völlig zahnlosen Patienten ab, der an einer schweren bilateralen Knochenatrophie litt.

Er wählte drei Ihde Dental-Implantatsysteme:

  • BCS-Implantate für Bereiche, in denen nur noch harter kortikaler Knochen vorhanden war
  • TPG Uno-Implantate für Bereiche, in denen sowohl spongiöser als auch kortikaler Knochen vorhanden war
  • KOS ROOT-Implantate für Bereiche, in denen der spongiöse Knochen komprimiert werden konnte, mit zusätzlicher kortikaler Verankerung, wo es die Anatomie zuließ

Die klinische Fallstudie zeigt die praktische Logik hinter dem Ihde Dental-Implantatsortiment: Der Implantattyp wird entsprechend dem Knochenangebot in jeder Zone ausgewählt, mit dem Ziel, stabile, geschiente, festsitzende Zähne in einer kurzen Behandlungszeit zu erreichen.