Übersicht über die TPG Uno Implantat-Serie
Die TPG Uno Implantat-Serie von Ihde Dental ist ein einteiliges, sofortbelastbares Zahnimplantat-System, das für die festsitzende prothetische Rehabilitation mit zirkulären Brücken und Brückensegmenten designt wurde.
TPG Uno Implantate bestehen aus der hochresistenten Titanlegierung Ti6Al4V ELI und haben eine polierte Oberfläche mit einem dreifachen Gewindedesign. Das Implantat kombiniert drei wichtige mechanische Eigenschaften:
- ein scharf schneidendes krestales Gewinde,
- ein apikales Kompressionsgewinde,
- ein koronales Mikrogewinde.
Dieses Design ermöglicht es dem Implantat, in den kortikalen Knochen einzugreifen, die Spongiosa zu komprimieren und die erste kortikale Schicht zu versiegeln, wenn es in den geheilten Knochen eingesetzt wird.
TPG Uno Implantate sind nicht für die Rekonstruktion von Einzelimplantaten designt. Ihr klinischer Einsatz ist für die verblockte festsitzende Prothetik vorgesehen, wie z. B. Vollzahnbrücken oder mehrgliedrige Brückensegmente, bei denen genügend Implantate miteinander verbunden sind, um die Okklusionskräfte sicher zu verteilen.
Verschiedene Längen und Breiten
Die TPG Uno Serie ist in zwei Hauptdurchmessern erhältlich:
Implantat-Durchmesser
Verfügbare Längen
3,5 mm
12, 15, 17, 19, 21, 23, 26, 29 mm
4,1 mm
12, 15, 17, 19, 21, 23 mm
Der allgemeine Größenbereich des TPG Uno Systems ist:
Parameter
Bereich
Enossale Länge
12 bis 29 mm
Enossaler Durchmesser
3,5 mm und 4,1 mm
Höhe des Halses
3,5 mm
Durchmesser des Halses
2 mm
Größe des Abutments
3,9 mm breit x 7,2 mm hoch
Biegbarer Hals
bis zu 15°
Eine TPG Uno SH-Variante ist auch mit einem Durchmesser von 3,5 mm und einer Länge von 12 bis 29 mm erhältlich.
Wo TPG Uno Implantate verwendet werden
TPG Uno Implantate können verwendet werden in:
- in frischen Extraktionsalveolen,
- in geheilten Knochenbereichen.
Sie werden bei festsitzenden prothetischen Versorgungen verwendet, insbesondere bei:
- zirkuläre Brücken,
- vollständige Zahnrestaurationen,
- Brückensegmente,
- prothetische Rehabilitation mit Sofortbelastung,
- Fälle, in denen die Implantate miteinander verblockt werden müssen.
Im Rahmen eines klinischen Konzepts zur vollständigen Restauration können TPG Uno Implantate in Bereichen eingesetzt werden, in denen sowohl spongiöser als auch kortikaler Knochen vorhanden ist, insbesondere wenn der Behandlungsplan eine Kombination aus Kompression des spongiösen Knochens und kortikaler Fixierung erfordert.
Für TPG Uno-Implantate geeignete Knochenzustände
TPG Uno Implantate sind für Situationen konzipiert, in denen die Primärstabilität durch eine Kombination von Knocheneingriffsmechanismen erreicht werden kann.
Sie können verwendet werden in:
Frische Extraktionsalveolen
Das scharf schneidende krestale Gewinde ist so designt, dass es die kortikalen Wände von Extraktionsalveolen erfasst. Dies ist nützlich, wenn Implantate unmittelbar nach der Extraktion inseriert werden und mechanische Stabilität durch die vorhandene Schaftanatomie benötigen.
Geheilte Knochenbereiche
Im geheilten Knochen trägt das koronale Mikrogewinde zur Abdichtung der ersten Kortikalisschicht bei. Dies kann das mechanische Engagement im krestalen kortikalen Knochen verbessern.
Komprimierte Spongiosa
Das apikale Kompressionsgewinde ist so designt, dass es bei komprimierter Spongiosa für Stabilität sorgt. Dies macht TPG Uno in Bereichen nützlich, in denen spongiöser Knochen vorhanden ist, der jedoch um das Implantat herum mechanisch verdichtet werden muss.
Kortikaler Knochen
Das apikale Gewinde kann auch im kortikalen Knochen für Stabilität sorgen. Dies ist wichtig, wenn eine Verankerung in stärkeren kortikalen Strukturen geplant ist, anstatt sich nur auf die Spongiosa zu verlassen.
Verankerungsstrategie
Die Verankerungsstrategie der TPG Uno Implantate basiert auf kombinierter Kompression und kortikalem Engagement.
Das Design des Implantats stützt sich auf drei Verankerungsmechanismen:
1. Kortikale Verankerung krestal
Das scharf schneidende krestale Gewinde greift in den kortikalen Knochen am Eingang der Osteotomie oder Extraktionsalveole ein.
2. Apikale Kompression
Das apikale Kompressionsgewinde verdichtet die Spongiosa und sorgt für mechanische Stabilität im komprimierten spongiösen Knochen.
3. Kortikale Fixierung
Der apikale Teil des Implantats kann auch im kortikalen Knochen Stabilität gewinnen. Dadurch kann das Implantat verwendet werden, wenn eine kortikale Fixierung im Rahmen des Behandlungsplans möglich ist.
Damit unterscheidet sich das TPG Uno von einem rein spongiösen Kompressionsimplantat. Es ist so designt, dass es dort eingesetzt werden kann, wo sowohl die Kompression der Spongiosa als auch die kortikale Stütze klinisch sinnvoll sind.
Belastungsprotokoll
TPG Uno Implantate können in einem Sofortbelastungsprotokoll verwendet werden, wenn die richtigen klinischen Voraussetzungen gegeben sind.
Eine Sofortbelastung kann in Betracht gezogen werden, wenn:
- geeignete Belastungsbedingungen vorhanden sind,
- genügend Implantate gesetzt sind,
- die Implantate miteinander verblockt sind,
- eine ausgezeichnete Primärstabilität erreicht wird,
- das prothetische design die Kräfte sicher verteilt,
- die Okklusion wird sorgfältig kontrolliert.
Aus diesem Grund werden TPG Uno Implantate eher für zirkuläre Brücken und Segmente als für isolierte Einzelkronen verwendet.
Das Implantatdesign unterstützt die Sofortbelastung durch die Kombination von kortikalem Engagement und Kompressionsstabilität. Die Sofortbelastung erfolgt jedoch nicht automatisch. Sie hängt von der Anzahl der Implantate, ihrer Verteilung, dem verfügbaren Knochen, dem prothetischen Plan und der Beurteilung der Primärstabilität durch den Implantologen ab.
Verbundene anatomische Strukturen
TPG Uno Implantate sind mechanisch mit den anatomischen Strukturen verbunden, die für die Primärstabilität sorgen. Dazu können gehören:
Die kortikalen Wände der Extraktionsalveole
Wird das Implantat unmittelbar nach der Extraktion eingesetzt, greift das krestale Schneidgewinde in die kortikalen Wände der Alveole ein.
Erste Kortikalisschicht
Im geheilten Knochen ist das koronale Mikrogewinde so designt, dass es die erste Kortikalisschicht abdichtet und in sie eingreift.
Spongiosa
Das apikale Kompressionsgewinde komprimiert den spongiösen Knochen um den Implantatkörper und verbessert so die mechanische Stabilität in spongiösem Knochen.
Kortikaler Knochen
Der apikale Teil des Implantats kann auch in kortikalen Knochen eingreifen, wenn eine kortikale Fixierung vorhanden ist.
Posteriorer Oberkieferknochen
Im Rahmen der Full Dental-Behandlungskonzepte mit Sofortbelastung können TPG Uno Implantate im hinteren Oberkieferbereich verwendet werden, wo sowohl spongiöser als auch kortikaler Knochen vorhanden ist.
Die klinische Rolle von TPG Uno in der Implantatbehandlung
TPG Uno nimmt innerhalb des Ihde Dental-Implantatsortiments eine besondere Stellung ein. Es ist kein konventionelles Einzelzahnimplantat und wird nicht als isoliertes Implantat für eine Einzelkrone verwendet.
Seine Aufgabe ist die Stütze der festsitzenden prothetischen Rehabilitation in Fällen, in denen die Implantate zusammengeschient und als Gruppe belastet werden.
Das Implantat ist besonders wichtig, wenn der Implantologe kombinieren möchte:
- Komprimierung des spongiösen Knochens,
- kortikales Engagement,
- polierte Implantatoberfläche,
- sofortbelastendes prothetisches design,
- eine festsitzende Brücke zur Rehabilitation.
Klinische Fallstudie: Wie Dr. Genchev TPG Uno bei Maries vollständiger Restauration einsetzte
Im Fall von Marie behandelte Dr. Genchev eine völlig zahnlose Patientin mit schwerer Knochenatrophie mit einem sofortbelastenden Vollimplantatprotokoll. Die Behandlung umfasste 22 basale Implantate von Ihde Dental und wurde innerhalb von 5 Tagen mit dauerhaften Metallkeramikbrücken abgeschlossen.
Die Rolle von TPG Uno war sehr spezifisch. Dr. Genchev verwendete TPG Uno-Implantate im linken posterioren Oberkiefer in den Positionen 25, 26 und 27, weil in diesem Bereich noch sowohl spongiöser als auch kortikaler Knochen vorhanden war.
Damit war TPG Uno die geeignete Implantatwahl für diese Zone. Der Gewindekörper des Implantats wurde verwendet, um die Spongiosa zu komprimieren, während der aggressive apikale Teil des Implantats auf die kortikale Verankerung ausgerichtet war. Auf diese Weise konnte Dr. Genchev zwei Stabilitätsmechanismen in demselben Bereich kombinieren:
- Komprimierung der Spongiosa um den Implantatkörper herum,
- kortikale Verankerung am apikalen Teil des Implantats.
Verwendete Positionen des TPG Uno Implantats in diesem Fall
Position
Verwendetes Implantat
Klinische Rolle
27
TPG Uno 3,5 x 17 mm
Längstes TPG Uno-Implantat in dieser Zone, wird verwendet, um eine tiefere kortikale Verankerung im Bereich der Leiste zu erreichen
26
TPG Uno 3,5 x 12 mm
Wird für die kombinierte Spongiosakompression und kortikale Verankerung im posterioren Oberkiefer verwendet
25
TPG Uno 3,5 x 12 mm
Zur Stütze des Oberkiefers im Seitenzahnbereich, Befestigung im Bereich des Fortsatzes der Pyramide
In diesem Bereich reichten drei TPG Uno Implantate aus, da sie mit beiden vorhandenen Knochenschichten arbeiten: der Spongiosaschicht und der kortikalen Knochenschicht. Anstatt sich nur auf das Knochenvolumen zu verlassen, wählte Dr. Genchev die Implantatabmessungen und die Angulation entsprechend den anatomischen Strukturen, die für die Primärstabilität sorgen konnten.
Dies veranschaulicht die klinische Logik von TPG Uno im Rahmen eines Protokolls für die Basalimplantologie von Full Dental. Es wird nicht als isoliertes Einzelzahnimplantat verwendet. Es wird als Teil einer verblockten Brücke mit Sofortbelastung verwendet, bei der mehrere Implantate zusammenwirken, um die prothetische Konstruktion zu stabilisieren.
Nachdem alle 22 Implantate gesetzt waren, wurden die Implantate mit einer Photopolymer-Schiene verbunden, um Mikrobewegungen in den ersten Tagen nach dem Eingriff zu reduzieren. Dank der hohen Primärstabilität im gesamten Kiefer konnten die endgültigen festsitzenden Brücken 4 Tage nach der Implantation eingesetzt werden.
In diesem klinischen Fall diente TPG Uno als Implantatsystem für den posterioren Oberkieferbereich, bei dem Spongiosakompression und kortikale Fixierung kombiniert werden konnten. Damit unterscheidet es sich von den BCS-Implantaten, die im gegenüberliegenden Oberkiefer-Seitenzahnbereich verwendet wurden, wo nur harter kortikaler Knochen verblieb, und von den KOS ROOT-Implantaten, die in Zonen verwendet wurden, in denen die Spongiosakompression der Hauptstabilitätsmechanismus war.
Zusammenfassender Überblick
TPG Uno ist ein einteiliges, sofort belastbares Implantatsystem von Ihde Dental.
Es ist in den Durchmessern 3,5 mm und 4,1 mm erhältlich, mit Längen von 12 bis 29 mm, je nach Durchmesser und Variante.
Es wird in Extraktionsalveolen und eingeheilten Knochenbereichen eingesetzt.
Seine Verankerungsstrategie kombiniert krestales kortikales Engagement, apikale Kompression und kortikale Fixierung.
Es ist für zirkuläre Brücken und Brückensegmente designt, nicht für die Rekonstruktion einzelner Implantate.
Es kann in Protokollen mit Sofortbelastung verwendet werden, wenn genügend Implantate geschient sind und eine ausreichende Primärstabilität erreicht wird.
Die anatomische Verankerung bezieht sich hauptsächlich auf die Kortikalis der Pfanne, die erste Kortikalisschicht, die Spongiosa und den kortikalen Knochen.
